U21-Team geht selbstbewusst ins Halbfinale
Der DFB-Nachwuchs lässt sich vor dem EM-Halbfinale weder von Rekord-Titelträger Italien einschüchtern noch von ihrer bisher schwachen Leistung. Im Gegenteil: Aufs Steigerungspotenzial kommt es an.
Mit einem vom Wechseltheater erlösten Marko Marin, der Statistik im Rücken und dem Trainer als neuen Liebling des Boulevard wollen die deutschen U21-Fußballer ihr Mittsommermärchen zu Ende schreiben. Trotz schwacher Leistungen in der Vorrunde regiert vor dem Halbfinale gegen Rekord-Titelträger Italien am Freitag in Helsingborg (20.45 Uhr) das Selbstbewusstsein im Lager des DFB-Teams.

Formel 1:
Formel-1-Kompromiss in letzter Sekunde
Sieg auf ganzer Linie für die Rebellen-Teams, völlige Kapitulation von Herrscher Mosley: Mit der überraschenden Aufgabe des FIA-Präsidenten ist die Zukunft der Formel 1 endgültig gerettet. Die acht Rennställe der Teamvereinigung FOTA dürfen sich als Sieger fühlen, der größte Gewinner ist aber die "Königsklasse" des Motorsports selbst. "Nun haben wir Frieden", sagte Max Mosley bei einer Pressekonferenz nach der Sitzung des FIA-Weltrats in Paris. "Es wird nur eine WM geben." Ein FOTA- Sprecher bestätigte die Einigung.

Schwimmen:
Beim Warm-up zum Weltrekord
Paukenschlag im Vorlauf: Britta Steffen schwamm über 100 Meter Freistil Weltrekord bei der Deutschen Meisterschaft. Verantwortlich dafür ist vor allem das "krasse Teil" an ihrem Körper.
Olympiasiegerin Britta Steffen hat mit Weltrekord über 100 Meter Freistil für einen Paukenschlag bei den 121. deutschen Schwimm-Meisterschaften gesorgt. Die 25-Jährige schwamm im Vorlauf in Berlin 52,85 Sekunden und verbesserte die bisherige Bestmarke der Australierin Lisbeth Tricket vom 27. März 2008 um 3/100. Steffen blieb zudem 2/10 Sekunden unter dem von ihr gehaltenen Europarekord. Sie machte vor allem ihren neu entwickelten Anzug für den Rekord verantwortlich. "Das ist das krasseste Teil, was ich je getragen habe. Du stirbst nicht auf den letzten Metern, du hast keine Schmerzen", sagte Steffen, die die WM-Norm des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) um 1,19 Sekunden unterbot.
Dabei hatte sich die Neuköllnerin bei ihrem Heimrennen noch nicht einmal völlig verausgabt. Mehr verwundert als erfreut kommentierte sie ihren Weltrekord. "Da kann man nicht meckern, wa...", sagte die Berlinerin, um dann kritische Töne bezüglich der andauernden Diskussion um die High-Tech-Anzüge anzuschlagen. "Dieser Anzug ist nächstes Jahr nicht mehr erlaubt, was auch gut ist, weil diese Materialschlacht den Schwimmsport kaputt macht", sagte die Doppel- Olympiasiegerin über 50 und 100 Meter Freistil. "Ich bin nicht so euphorisch, weil noch viele Weltrekorde fallen werden."
Der Weltverband FINA hatte erst zu Wochenbeginn die meisten der umstrittenen "Wunder-Anzüge" genehmigt, darunter auch eine Neu-Entwicklung von Steffens Sponsor adidas. Der Sportartikel-Hersteller hatte erst Ende 2008 den Ausrüstervertrag mit dem DSV nach andauernder Kritik vieler Schwimmer am angeblich nicht konkurrenzfähigen Material fristlos gekündigt. Erst von 2010 an will die FINA strengere Regeln für die Anzüge erlassen.

Morgen giebt es Neues vom Sport
Euer Felix
